Hand aufs Herz: Mit 7,9 Mio. € bei ca. 4.800 Einwohnern liegt die Pro-Kopf-Verschuldung bei etwa 1.650 €. Das ist viel, aber für eine Gemeinde mit so hohem Freizeitwert und guter Anbindung noch nicht der Bankrott.
Man kann noch „gestalten“, aber man kann keine „Geschenke“ mehr verteilen.
Kassensturz die Pflicht und das finanzielle Dilemma die Kür !
Zunächst sind die Pflichtaufgaben sicherzustellen:
Schulen, Kitas, Brand- und Katastrophenschutz, Wasser/Abwasser und vernünftiger Umweltschutz.
Hier musst man investieren, Schulden hin oder her.
Dann kommt die Kür - was ist mir wichtig!
Kinder und Jugend
Sparen darf nicht bedeuten, die Zukunft unserer Kinder und Jugend wegzusparen.
Wir werden in Otterfing keine Paläste bauen können, aber wir werden Freiräume schaffen. Mein Ziel ist ein Otterfing, in dem Jugendliche nicht nur 'verwaltet' werden, sondern mitgestalten.
• Mitreden statt nur Zuhören: Wir werden ein Jugendforum ins Leben rufen. Ihr sagt uns, was ihr braucht, ob es die WLAN-Bank an bestimmten Ecken ist oder die Nutzung leerstehender Gemeinderäume für eure Treffs.
Ihr seid die Experten für euer Leben hier.
• Einfach machen statt groß planen: Wir prüfen sofort, welche öffentlichen Flächen wir für euch freigeben können, unbürokratisch und kostengünstig. Ein Treffpunkt muss nicht immer ein Neubau sein; oft reicht ein guter Platz, der euch gehört.
• Bildung und Freizeit durch Vernetzung: Wir werden die Zusammenarbeit mit unseren Vereinen stärken. Wir nutzen die Ressourcen, die wir im Dorf schon haben, unsere Räume, unser Know-how und unser Engagement.
Sehen Sie dazu auch die Demografie von Otterfing. Zu den Zahlen
Bürgerbeteiligung
Warum eigentlich immer "Hinterzimmerpolitik"?
Politik funktioniert für mich nur mit den Menschen und nicht über ihre Köpfe hinweg.
Ein Punkt, der mir besonders am Herzen liegt:
Die Gemeinderatsitzungen wieder öffentlich zu machen.
Es wird derzeit vieles in den nicht-öffentlichen Teil verschoben, das finde ich sehr schade.
Ich möchte erreichen, dass mehr im öffentlichen Teil besprochen wird.
Damit man als Bürgerin und Bürger wieder weiß, worum es eigentlich geht.
Ich bin überzeugt:
Wer mitreden kann, versteht mehr und wer mehr versteht, macht besser mit.
So stelle ich mir eine Politik vor, die nahbar ist, ehrlich und transparent.
Zudem muss das Bürgerforum weiter gestärkt werden, um interessierten Bürgern einen direkten Zugriff zum Ortsgeschehen zu erschließen.
http://www.buergerforum-otterfing.de/
Wohnen im Ort
Otterfing muss dauerhaft für Jung und Alt Lebensraum sein.
Bezahlbarer Wohnraum ist im Ballungsraum München, und damit auch in Otterfing, kaum zu finden. Dies bedeutet für die junge Generation etwa in der Ausbildung oder in Gründung von Partnerschaften bzw. Familien, dass sie wegziehen und sich wo anders niederlassen.
Es bedeutet aber auch für die Babyboomer, die in Rente gehen, dass sie sich mit ihrem verringerten Einkommen teuren Wohnraum nicht mehr leisten können und ebenfalls wegziehen.
In Wohnbaugebieten der 70er und 80er sind in der Zwischenzeit die Kinder aus
dem Haus. Es leben nur noch ein oder zwei Personen in den Häusern, vielfach von der notwendigen Hausarbeit und dem Hausunterhalt überfordert.
Auch sie sehen in Otterfing oft keine Bleibeperspektive mehr und verlassen ihren Heimatort.
Ob Alt oder Jung, die Folgen sind dramatisch. Auch wenn Wohnraumbeschaffung nicht zu den Pflichtaufgaben der Gemeinde gehört, wir können hier nicht wegsehen und dieses Problem immer wieder auf die lange Bank schieben.
Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir bedarfsgerechten Wohnraum schaffen und damit dieses Dauerthema zur Entscheidung bringen.
Es ist mir ein Anliegen, dass für die Fragen der Entwicklung von bedarfsgerechten
Wohnlösungen die Bürger frühzeitig und angemessen beteiligt werden.
Dies ist Chefsache!
Wir hören und lesen derzeit viel über ein Projekt „westlich der Hauptstraße“ (Penny/Guglerwiese).
Dies kann nicht das einzige Projekt sein und bleiben.
Vor 6 Jahren wurde vom Gemeinderat einstimmig eine Wohnbebauung für Senioren, der "Thomawiese" beschlossen.
Dieser Beschluss gilt immer noch. Aber was gilt jetzt eigentlich?
Nahversorgung
Wo trifft man viele Otterfinger beim Wocheneinkauf?
In den Supermärkten von Holzkirchen oder Sauerlach.
Für die Grundversorgung haben wir im Ort einen Pennymarkt mit einem Teilsortiment und hervorragende Geschäfte für Fleisch, Backwaren oder Obst.
Das reicht aber nicht für die zeitgerechte Bedarfsdeckung der Bürgerinnen und Bürger.
Sie kaufen überwiegend in den Nachbarorten ein und decken sich bei dieser Gelegenheit auch mit den Produkten ein, die es eigentlich in Otterfing gibt.
Die Folgen sind:
Es gibt seit Jahren viele Beispiele, wie sich andernorts leistungsfähige Vollsortimenter (eventuell eine Penny "Weiterentwicklung") mit den jeweils traditionellen, örtlichen Geschäften arrangieren und damit für alle eine Win-Win-Situation geschaffen wird.
Das Wichtigste: Wir Bürger kaufen im Ort, sparen uns Zeit und Geld und vor allem
gewährleisten wir auch für Mitbürger, die eingeschränkt mobil sind ein selbständiges,
uneingeschränktes Kauferlebnis.
Ich werde mich als Bürgermeister intensiv dafür verwenden, dass sich die Versorgungslage verbessert.
Digitalisierung
Digitale Infrastruktur gehört heutzutage zur kommunalen Grundversorgung
Der Ort ist mittlerweile mit den gegenwärtigen, digitalen Netzen unterversorgt.
Ausreichende Festnetzkapazitäten können nur mit leistungsfähigen Glasfaseranschlüssen gewährleistet werden.
Wo bleibt Otterfing? Verlieren wir den Anschluss?
Mit welchen Anbietern wird geheim verhandelt?
( Anmerkung : hier wurde am 18.2.26 die Firma Avacomm verkündet )
Insbesondere in den südlichen Gemeindegebieten ist der Mobilfunkempfang nur sehr eingeschränkt möglich bzw. für einige Netzbetreiber nicht vorhanden.
Das im ganzen Ort verteilte Kleingewerbe, die Landwirtschaft, die vielen Beschäftigten, die in Homeoffice arbeiten aber auch die Familien, die in der Zwischenzeit überwiegend digitale Anwendungen nutzen, verlangen leistungsfähige Netzzugänge.
Der PC oder das Handy sind heute nicht mehr wegzudenken.
Ich meine, dass wir viel mehr Energie darauf verwenden müssten, dass allen zeitgemäße Kommunikationsnetze zur Verfügung stehen und wir neue Entwicklungen zeitnah aufgreifen können.
Vereinsleben
Vereinsleben – stark, engagiert, unterstützungswürdig
Otterfing hat ein sehr starkes Vereinsleben, zahlreiche Vereine bereichern unsere Gemeinde mit Kultur, Sport und sozialen Angeboten.
Gleichzeitig merken wir, dass es für viele Vereine zunehmend schwieriger wird, Vorstands- oder Schatzmeisterposten zu besetzen.
Die Gründe sind vielfältig: Bürokratie, Verantwortung, organisatorischer Aufwand und Haftungsfragen stellen Ehrenamtliche vor große Herausforderungen.
Besonders bei Fördermitteln zeigt sich dies deutlich:
Zwar gibt es viele Möglichkeiten, Unterstützung zu erhalten, doch die Anträge sind oft kompliziert und zeitintensiv.
Als Bürgermeister möchte ich dafür sorgen, dass Vereine leichter an Förderungen gelangen, bei organisatorischen Fragen unterstützt werden und rechtlich abgesichert sind.
Ein zentraler Ansprechpartner könnte helfen, bürokratische Hürden abzubauen, Haftungsfragen zu klären und sicherstellen, dass die Vereine die Mittel bekommen, die sie benötigen, um ihre Aufgaben erfolgreich zu erfüllen und weiterhin unsere Gemeinde aktiv zu bereichern.
Senioren-Infrastruktur
Senioren in Otterfing – ihr Lebenswerk würdigen
Viele Seniorinnen und Senioren in Otterfing haben hier ihr Leben aufgebaut:
Sie haben gearbeitet, Steuern gezahlt, Familien großgezogen und unsere Gemeinde über Jahrzehnte mitgestaltet.
Und doch hören ich immer wieder, auch aus meiner Arbeit im Rettungsdienst,
dass viele Ältere sich Sorgen machen.
Wenn sie im Alter Unterstützung oder betreutes Wohnen brauchen,
werden sie in Nachbarorte „abgeschoben“. Wir haben keinen Seniorenstift!
Ihr Lebenswerk wird damit nicht wertgeschätzt, obwohl es genau hier gewachsen ist, in Otterfing, verwurzelt in der Gemeinde.
Wohnangebote:
Es fehlen barrierefreie Wohnungen, kleinere Einheiten für Paare oder Alleinstehende und seniorengerechte Gemeinschaften oder betreutes Wohnen.
Wir müssen Möglichkeiten schaffen, dass Menschen hier bleiben können,
wo ihr Leben verwurzelt ist.
Gesundheits- und Pflegeinfrastruktur:
Ärzte, Pflegedienste und ambulante Unterstützung sind nur begrenzt vor Ort.
Mit einer wachsenden Seniorenbevölkerung steigt der Bedarf von Hausärzten über Physiotherapie bis zu mobilen Pflegediensten. Ein lokaler Seniorenstützpunkt könnte die Versorgung sichern und dafür sorgen, dass niemand aus Otterfing wegziehen muss, um gut betreut zu werden.
Aber mit dem Blick auf unsere Bevölkerungsentwicklung kommen wir nicht um einen Seniorenstift herum.
Idealer Platz bietet die Penny/Guglerwiese im Herzen unseres Ortes.
Neben dem menschlichen Aspekt sind Senioren auch ein wirtschaftlicher.
Zudem müssen wir die Angehörigen entlasten und Pflege in unserer Mitte anbieten.
Sehen Sie dazu auch die Demografie von Otterfing. Zu den Zahlen
Ortsentwicklung
Ortsentwicklung - geplant statt Stückwerk
Unsere Gemeinde verdient mehr als punktuelle Maßnahmen wie neue 30er-Zonen in einzelnen Straßen.
Wir brauchen ein umfassendes Ortsentwicklungskonzept, das Verkehr, Wohnraum, öffentliche Räume und Infrastruktur als Ganzes betrachtet.
Nur so können wir gezielt Prioritäten setzen, Lebensqualität steigern, Sicherheit erhöhen und den Charme unserer Gemeinde bewahren.
Dieses möchte ich mit Ihnen als Bürger in einer "Klausur" zusammen mit dem Bürgerforum entwickeln.
Als Bürgermeister setze ich mich dafür ein, dass Entscheidungen strategisch und transparent getroffen werden.
Der Landkramerplatz
Landkramerplatz – ein Platz, der Potenzial hat
Der Landkramerplatz ist ein zentraler Ort in Otterfing, doch echte Begegnungen finden hier nur statt, wenn Veranstaltungen organisiert werden.
Der Bücherschrank ist zwar vorhanden, bringt die Menschen aber nicht automatisch zusammen.
In der Vergangenheit haben kleine Feste, organisiert von Vereinen, gezeigt, wie der Platz lebendig werden kann: Eine Hütte, Getränke und gemeinsames Beisammensein schufen eine angenehme Atmosphäre, in der die Leute zusammenkamen und miteinander ins Gespräch kommen konnten.
Heute fehlt diese Infrastruktur: Die Hütte ist abgebaut, es gibt keine öffentlichen Toiletten, und die nahegelegene Gaststätte will die sanitären Bedürfnisse nicht unbedingt abdecken.
Als Bürgermeister setze ich mich dafür ein, dass der Landkramerplatz wieder ein Ort wird, an dem Veranstaltungen möglich sind, der Menschen zusammenbringt und Raum für Begegnungen schafft, mit der nötigen Ausstattung, damit sich alle wohlfühlen und die Veranstaltungen reibungslos ablaufen können.
